Kleber und Klebstoff Beratung

Holz mit Holz kleben

Beim Thema Verklebung von Holz mit Holz, hat man bevorzugt den Schreinerbereich und angrenzende Anwendungen im Kopf.

Werkstoffe:

Traditionell verwenden Schreiner hierfür Leime/Dispersionen als wässrige Klebstoffe. Als Holzwerkstoffe kommen hier überwiegend heimische Hölzer wie Fichte, Kiefer, Buche, Eiche und andere Baumarten zur Verwendung. Teilweise greift die Branche auch auf tropische Hölzer zurück. Neben diesen sog. Massivhölzern kommen zusätzlich aufbereitete Holzwaren wie Leimholzbretter, Spanplatten, Sperrhölzer, MDF sowie OSB-Platten zum Einsatz. Die Klebstoffindustrie bietet hier ein breites Sortiment unterschiedlicher Leime für weiche, harte oder tropische Hölzer an. Auch Varianten die manuell oder maschinell verarbeitet werden. Diese wässrigen Leime haben eine lange Tradition und sind sehr beliebt. Sie können manuell aus der Düsenflasche oder aus dem Eimer mittels Pinsel oder Rakel bis hin zu zum Einsatz von Automaten verarbeitet werden.

Produktarten:

Bei diesen Produkten spricht man von Leimen oder Dispersionen. Hierin sind die klebenden Bestandteile/Substanzen als kleinste Teilchen (meist Kunststoffe) in Wasser dispergiert, daher der Begriff Dispersion, also in Wasser dispergierte Teilchen. Als im Leim enthaltende Bestandteile werden meist Rohstoffe auf Basis PVAc (Polyvinylactat) verwendet. Diese können auch als Abmischungen vorliegen und fallweise auch mit Füllstoffen versehen sein. Wenn solche Leime frei von Füllstoffen sind, trocken diese transparent auf und gelten als schonend für Schneidwerkzeuge. Diese Leime werden in unterschiedliche Beanspruchungsklassen (DIN EN 204 D1 bis D4) eingeteilt. Produkte der Beanspruchungsgruppen D 2 und D3 sind für übliche Einsatzbereiche vorgesehen. Bei einer Belastung durch Wasser kann eine Leimverbindung geschwächt oder geschädigt werden. Die wasserbeständige Beanspruchungsklasse D4 wird meist durch die Zugabe einer abgestimmten Vernetzerkomponente erzielt. Diese Leime kommen dann zum Einsatz, wenn eine wasserfeste Klebung erforderlich ist.

Hinweis:
Fälschlich werden diese wässrigen Systeme oft auch als „ wasserlöslich“ bezeichnet. Wasserlösliche Kleber/Leime sind ein anderes spezielles Thema. (z. B. bei ablösbaren Flaschen-Etiketten, recycelbare Papp- und Papierverbindungen u. v. m.)

Verarbeitung:

Diese Leime werden meist nur einseitig auf einem Holzwerkstoff aufgetragen. Mittels Pinsel, Raupe, Rakel, Spachtel oder Walze, selten im Sprühverfahren. Die Verarbeitungszeiten können je nach Einsatzgebiet in unterschiedlich schnelle Zeiten eingestellt sein. Schnell laufende Maschinen benötigen kurze Verarbeitungs- und Härtezeiten. Auch Einstellungen in der Konsistenz, welche die Saugfähigkeit der verwendeten Hölzer oder Holzwerkstoffe berücksichtigt, sind anzutreffen. Der zweite Holzwerkstoff wird nach der Applikation sofort ins nasse Leimbett gefügt und unmittelbar danach verpresst. Die Pressung ist wichtig, diese unterstützt die Wanderung des Wassers ins Holz. Durch das Verflüchtigen der Wasseranteile verbinden sich die Klebbestandteile (Partikel) miteinander und mit dem Holz. Bei der Verarbeitung von wässrigen Klebstoffen bzw. Leimen ist es immer zwingend nötig, dass einer der beiden Werkstoffe das Wasser aufnehmen kann oder eine Diffusion des Wassers nach Außen ermöglicht. (Ausnahme, spezielle wärmeaktivierbare Leime.) Je nach Holzart und Anwendung stehen unterschiedliche Formulierungen zur Verfügung.

Bei Verarbeitungen, in denen kurze Taktzeiten nötig sind, kommen verschiedene Heißleime (Schmelzklebstoffe) zum Einsatz. Diese Heißleime können nur mittels technischer Geräte wie Heißklebe-Pistolen (für Sticks oder Granulat), Tankschmelzgeräten und anderen Systemen verarbeitet werden. Die Bandbreite solcher Geräte ist umfassend und vielfach anwendungsbezogen.


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