Kleber und Klebstoff Beratung

Metall mit Glas kleben

Das Thema Metall mit Glas kleben erfordert eine Differenzierung: Welche Arten von Metall und Glas sollen klebtechnisch miteinander verbunden werden?

Blankes Eisen wird eigentlich nicht verklebt. Meist geht es um blanke Metalle wie Edelstahl, Aluminium, sowie einige Buntmetalle wie Kupfer, Nickel, Blei, Zinn, Zink u. a. oder lackierte, beschichtete Metalle. Diese lackierten, beschichteten Oberflächen fallen klebtechnisch unter Kunststoffe und werden hier nicht behandelt.

Als Glas kommt vorwiegend sog. Fensterglas zum Einsatz, selten sind i hier auch veredelte Oberflächen anzutreffen. Solche Veredelungen können einen Einfluss auf eine Klebfestigkeit haben.

Die o. g. Metalle lassen sich gut mit Klebstoffen auf Basis Epoxidharz (EP) und Acrylat (MMA) kleben. Je nach Art des Metalls sind abweichende Festigkeitswerte zu beobachten, wobei die Bandbreite so groß ist, dass jeweils ausreichende Festigkeiten erzielt werden. Entsprechende Eignungsversuche erbringen Sicherheit bei der Klebstoffauswahl.

Zu üblichem Fensterglas erbringen die o. g. Klebstoffe ebenfalls gute Klebergebnisse. Sehr gebräuchlich ist der Einsatz eines geeigneten Silikonkautschuk und silanterminierte Hybrid- Klebstoffe.

Die Kombination Metall und Glas wird mehr im handwerklichen Bereich als bei der industriellen Fertigung verklebt.

Für Außenanwendungen bevorzugen die Handwerker speziell eingestellte Silikonkautschuk-Typen. In den letzten Jahren ist auch hier ein Trend zu den silanterminierte Hybrid-Typen zu beobachten.

Bei Klebungen von Gebrauchsgegenständen technischer Art und Haushaltsgeräten in Kombinationen aus blanken Metallen (Alu, V2A-Stahl, einige Buntmetalle) und Glasprodukten, werden bevorzugt 2-K Systeme auf Basis Epoxidharze (EP) oder Acrylate (MMA) verwendet.

Im Gegensatz zu den 1-K feuchtigkeitshärtenden Produkten wie Silikonkautschuk und Hybrid-klebstoffe, bieten die o. g. 2-K Systeme definierte Verarbeitungs- und Härtezeiten. Auch ermöglichen diese 2-K Produkte mit speziellen Einstellungen in der Konsistenz (Viskosität), der Klebeigenschaften und den Verarbeitungszeiten eine anwendungsbezogene Serienproduktion, d. h. genau vorgegebene Zeiten innerhalb der Fertigungslinie sind möglich.

Müssen bei technischen Geräten oder Haushaltswaren blanke Metalle mit Glas geklebt werden, kann es Anwendungen geben, bei denen in der Nutzung hohe Temperaturen auftreten. Der Ausdehnungskoeffizient der verwendeten Materialien kann je nach Werkstoffkombination sehr unterschiedlich sein. (z. B. Fensterglas mit 10 10-6 K-1 (bei 20 °C) und Aluminium mit i 23,1 10-6 K-1 (bei 20 °C)). Diese hieraus entstehenden Dehnungsspannungen muss ein Klebstoff kompensieren können.

Wie bei jeder Kombination von Werkstoffen muss gesichert sein, dass die Klebflächen frei von Fetten, Ölen, Oxydschichten und anderen trennenden Substanzen sind. Bei blanken Metallen kann, nach erfolgter Reinigung, ein Anschleifen die Klebeigenschaft steigern.


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